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  • Sabrina Mildenberger

Trier

Um 13.46 Uhr werden wir im Gedenken an die Toten und die Verletzten innehalten. 13.46 Uhr war genau der Zeitpunkt, an dem die Amokfahrt am Dienstag in der Trierer Innenstadt begonnen hatte.


Fünf Menschen starben:

ein neun Wochen altes Baby, der 45-jährige Vater und drei Frauen im Alter von 25, 52 und 73 Jahren.


18 Menschen wurden verletzt. Auch ihnen gelten unsere Gedanken!


Fassungslos sehe ich die sinnlose Gewalt, die so viel Leid brachte!

Warum? frage ich mich! Doch ich weiß, es gibt keine Antwort. Nicht für mich, nicht für die Angehörigen, nicht für die Opfer.

Es gibt keinen Sinn. Keinen Trost.

Ein Mensch entscheidet, dass fünf Menschen ihr Leben lassen sollen.



Darunter ein Säugling und sein Vater. Gerade mal neun Wochen jung war dieses zarte Leben.


Du bist nun ein Sternenkind (Sabrina Mildenberger)


Du bist nun ein Sternenkind

drum wandle mit den Sternen

und wir, die wir hier unten sind,

wir schauen in die Fernen

doch sehen Dich nicht!

Wir sehen nur dein Licht,

dass uns unsere Herzen erleuchtet hat

und auf ewig Deine Spuren auf sie gebrannt hat.

Nur Narben bleiben davon zurück,

Sehnsucht und Träume von Elternglück.


In Gedanken sind wir bei der Mutter und den Angehörigen!



Drei weitere Menschen mussten ihr Leben lassen, drei Frauen im Alter von 25, 52 und 73 Jahren.


Manchmal kommt der Tod ganz unverhofft über uns. Von einem auf den anderen Augenblick. Plötzlich und erbarmungslos.

Er kommt und reißt einen lieben Menschen aus unserer Mitte.

Eben noch war er da und nun ist er fort.

Man kann es kaum glauben, dass dieser Mensch nie wieder zurück kehren wird.

Man sucht Trost, in den Dingen, die die Verstorbene zurücklässt.


Das Wertvollste aber findest Du in Dir selbst:

es ist die Erinnerung.

Ihr teiltet Freude und Leid,

Hoffnung und Sehnsucht,

Liebe und Glück.

Viele Stunden habt ihr zusammen erlebt:

Stunden, in denen ihr zusammen gelacht und geweint habt.

Behalte die Erinnerungen an diese Stunden stets in Deinem Herzen,

dann lebt sie in Dir weiter.

Denk an sie, so, wie Du sie am liebsten hattest.

Vergeude Deine Kraft nicht mit Gram und denke nicht an dunkle Stunden.

An Dinge,

die Du noch hättest sagen wollen,

oder Dinge,

die Du zu sagen versäumt hast.

Oder an Worte, die Du sagtest, die Du gerne ungesagt wüsstest.

Freue Dich darüber,

dass Du einen Teil des Weges mit ihr zusammen gehen durftest

und erinnere Dich an die guten Zeiten.

Bewahre Dir diese Erinnerungen gut in Deinem Herzen.

Suche Deinen Frieden in ihnen.

Denn sie sind am Ende das Wichtigste,

was Dir von der Verstorbenen bleibt!

Sabrina Mildenberger


In Gedanken sind wir bei den Hinterbliebenen!


Lieber Leser!

Ich teile meine Gedanken mit Dir und hoffe, dass ich Dir ein wenig Trost spenden kann.

Bitte beachte, dass meine Worte, Verse und Gedichte mein gedankliches Eigentum sind und verletze mein Urheberrecht nicht. Jede Vervielfältigung und unerlaubte Nutzung wird ausdrücklich untersagt!

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